Raffael - die Vergöttlichung eines Künstlers

Thomas R. Hoffmann


Selbstverständnis und Selbstverwirklichung zwischen Mittelalter und Neuzeit Als am 6. April 1520 der in Urbino geborene Raffael im Alter von nur 37 Jahren in Rom starb, verlor die Welt einen der innovativsten und wirkkräftigsten Künstler aller Zeiten, dem sich kaum ein Maler der nachfolgenden Generationen entziehen konnte. Seine ästhetischen Errungenschaften hatten Vorbildcharakter. So sahen vor allem die europaweit gegründeten Akademien Raffael als den absolut Vollkommenen ihrer Zunft an. Man stilisierte ihn zum Künstleridol. Nicht zuletzt aufgrund seiner großen Schüler- und Mitarbeiterschar lebten seine feinsinnigen Errungenschaften in den Jahrzehnten nach seinem Tod an verschiedenen Orten weiter. Der Kunsthistoriker Thomas R. Hoffmann spürt dem hochbegabten Künstler nach und führt vor Augen, welche Faszination Raffaels Gemälde und Fresken auch heute noch auslösen. Thomas R. Hoffmann, M. A., Kunsthistoriker und Autor, Berlin