One Love - One God - Interreligiöser Preacher-Slam

Shahnam Izadpanah, Sami El-Ali, Rebekka Weinmann u.a.


Eine gute Predigt ist wie ein Gedicht. Sie bewegt und verzaubert. Sie erweitert den Horizont. Und sie verbindet Himmel und Erde. Doch kaum einer Predigt gelingt es, die Differenzen zwischen den Religionen aufzuheben. Vielleicht, weil Predigten zu selten als Gedicht daherkommen: Manchmal wird ermahnt, wenn es gut läuft auch ermutigt. Zuweilen wird abgekanzelt, nicht selten auch aufgehetzt. Und viel zu oft langweilen Predigten zu Tode. Dabei könnten sie eine entscheidende Rolle bei der Verständigung der Religionen spielen. Die Einheit der Religionen ist Sehnsucht und Herausforderung zugleich. Sollte es nicht ein Gott für alle sein, wie es auch nur eine Liebe gibt? „One God“ bezieht sich dabei sowohl auf die jeweilige Vorstellung von Gott, insbesondere in den monotheistischen Traditionen, als auch die religiöse Vielfalt hinter dem gemeinsamen Konzept. „One Love“ beinhaltet sowohl die Spannung der Verschiedenheiten als auch die Möglichkeit, diesen Spannungen produktiv, kreativ und wohlwollend zu begegnen. Die Sehnsucht hat ihren natürlichen Ort im Gedicht. Und so soll an diesem Abend die Predigt als Gedicht in einem Gedicht- und Predigtwettstreit im Mittelpunkt stehen. Da wird der Poetry-Slam zum Preacher-Slam, eine wohlwollende Herausforderung an die Protagonist(inn)en und die Besucher(inn)en: die eigene Liebe zum eigenen Gott zu zeigen und die andere Liebe zum anderen Gott wahrzunehmen. Und sich dabei zu begegnen. Mal ganz anders. Ohne Langeweile und ohne Abkanzeln. Slammer*innen: Walter Rothschild, Rabbiner, Sami El-Ali, Künstler, Rebekka Weinmann, ev. Pfarrerin; Feyza-Yasmin Ayhan, Künstlerin; Anna Esther, Kunsthistorikerin; Eric Haußmann, ev. Pfarrer; Shahnam Izadpanah, Autor Rahmenprogramm: Jalda Rebling, jüdische Kantorin, Julia Ley, Journalistin; Nabila Abdel Aziz, Journalistin und Jean Samara, Musiker Moderation: Gülcan Çetin (´Datteltäter´) und Simon Klaas, Urania-Programmbeirat