Kunst und Psyche - Leonardo da Vinci und der Archetyp der „großen Mutter“

Thomas R. Hoffmann, Beate Kortendieck-Rasche


Leonardo da Vinci – bei kaum einem anderen Künstler der Renaissance gehen die Meinungen in Bezug auf die Deutungen seiner Gemälde und Zeichnungen so stark auseinander. Sein berühmtestes Bild – die Mona Lisa – wurde von Seiten zahlreicher Wissenschaftsgebiete befragt, nicht zuletzt von Sigmund Freud und der Analytischen Psychologie C.G. Jungs. In Leonardos Œuvre dreht es sich um Frauengestalten in religiösen und mythologischen Zusammenhängen. Es geht um die persönliche Mutterbeziehung des Künstlers, vor allem aber um die Wandlung des Frauenbilds und die Belebung des Archetyps des „Großen Weiblichen“. Beate Kortendieck-Rasche, Vorsitzende der C.G. Jung-Gesellschaft Berlin, und der Kunsthistoriker Thomas R. Hoffmann werden sich im Gespräch einigen Gemälden Leonardos aus der Perspektive zweier Fachrichtungen annähern. Die Frage, wie sehr die Geschichte der Kunst in den jeweiligen Jahrhunderten von Erkenntnissen und Trends anderer Wissenschaften inspiriert wurde, steht im Zentrum dieser neuen Reihe. Der Kunsthistoriker Thomas R. Hoffmann wird zusammen mit Gästen aus Theologie, Psychologie, Botanik oder Mathematik diskutieren, welche erstaunlichen Wechselwirkungen zwischen der Kunst und anderen Wissenschaftszweigen entstanden. Thomas R. Hoffmann, M. A., Kunsthistoriker und Autor, Berlin Beate Kortendieck-Rasche, Erste Vorsitzende C.G. Jung Gesellschaft Berlin und Frauenärztin