Vom Urknall bis zur MIR

03. Mai 2017

Berlin. Die Urania, benannt nach der Muse der Sternenkunde, bietet in den kommenden Wochen interessante Vorträge und eine Ausstellung zu Mikro- und Makrokosmos. Der Astronaut Reinhold Ewald spricht über seine MIR-Missionen, über „Eine kurze Geschichte der kosmischen Zeit“ berichtet Dr. Volker Müller. Ob Naturwissenschaft und Religion ein ewiger Gegensatz sind, erläutert Prof. Dr. Ernst Peter Fischer. Das gilt auch für die kleinsten Teilchen:  Protonenfussball und der Higgsinator können bei der CERN-Ausstellung „Kleine Teilchen, große Maschinen“ gespielt bzw. ausprobiert werden.

Das gesamte Programm finden Sie unter www.urania.de.

In 90 Minuten einmal um die Welt - die wenigsten können das  von sich behaupten. Der heutige Professor für Astronautik und Raumstationen, Prof. Dr. Reinhold Ewald, schon. Als neunter deutscher Astronaut startete er im Februar 1997 die wohl aufregendste Reise seines Lebens zur russischen Raumstation MIR. Bei seinem Vortrag „25 Jahre MIR 92 – 20 Jahre MIR 97“ am Di, 23.05., um 17.30 Uhr berichtet  Ewald von seinen Erfahrungen im All und neuen Forschungserkenntnissen.

„Die Gegenwart ist die einzige Zeit, die uns wirklich gehört.“ schreibt Blaise Pascal. Unser Universum ist 13,8 Milliarden Jahre alt. Warum können wir das so genau sagen? Was geschah in dieser Zeit, gab es ein ‚davor‘? Diesen und anderen spannenden Fragen rund um das Thema Zeit geht PD Dr. Volker Müller bei seinem Vortrag mit Diskussion „Eine kurze Geschichte der kosmischen Zeit“ am Di, 09.05., 19.30 Uhr, nach.

„Gott und der Urknall“ ist das Thema des Wissenschaftshistorikers Ernst Peter Fischer. „Wissenschaft ohne Religion ist lahm, Religion ohne Wissenschaft ist blind“, formulierte einst Albert Einstein. Sind Religion und Naturwissenschaft also doch kein ewiger Gegensatz?  Ernst Peter Fischer erklärt, wie sich die beiden Bereiche ergänzen. Wann? Am Fr, 19.05., um 19.30 Uhr.

Vom Makro- zum Mikrokosmos: Lust auf eine Runde Protonenfussball? Vom 30.05. bis 05.06. gibt es die Ausstellung „Kleine Teilchen, große Maschinen“ in den Foyers der Urania kostenfrei besichtigen. Das Forschungszentrum CERN bringt den kleinen und großen BesucherInnen spielerisch und interaktiv die Wissenschaft des Teilchenbeschleunigers Large Hadron Collider (LHC) mit dem virtuellen LHC-Tunnel näher.
Am Mi, 31.05. um 18.00 Uhr gibt es die Podiumsdiskussion mit Einführungsvortrag „Darf`s ein bisschen größer sein?“ mit Vertretern aus Forschungspolitik, Wissenschaft und Industrie und Medien, die den Sinn und Unsinn von (teuren) Forschungsprojekten bei freiem Eintritt diskutieren.