Hintergrundinformationen zur Valentinswoche 2015

01. Februar 2015

Valentinswoche 2015
Vom 12.-14. Februar in der Urania Berlin

In Großstädten scheitert jede dritte Ehe. Das ist tragisch, denn die meisten Trennungen könnte man vermeiden. Verhängnisvoll ist vor allem die Unwissenheit über die Schwierigkeiten und das Gelingen der Liebe. Deshalb findet in der Urania nunmehr zum dritten Mal die größte europäische Partnerschaftstagung für die Öffentlichkeit statt. An drei Tagen werden über Konflikte zwischen Frauen und Männern, Beziehungsängste, Eifersucht, die Lügen in der Liebe und die Sexualität gesprochen. So erleben tausende Zuhörer eine Akademie der Liebe, die ihnen hilft, Partnerschaften glücklicher zu gestalten.

Do., 12.2. 2015, 19.30 Uhr: Können Frauen und Männer einander verstehen? Dr. Hans Jellouschek, Transaktionsanalytiker (DGTA), Eheberater und Buchautor, Ammerbuch; Bettina Jellouschek-Otto, Transaktionsanalytikerin, Eheberaterin und Buchautorin, Ammerbuch Wir leben in einer Zeit der Emanzipation von alten Mann/Frau-Rollenbildern. Dennoch bleiben Frauen und Männer verschieden. Zu verschieden, um gut zusammenleben zu können? Worin genau bestehen ihre Verschiedenheiten? Welche sind "erlernt", welche "von Natur aus" festgelegt, und welche Probleme ergeben sich daraus? Männer und Frauen können gerade durch ihre Verschiedenheit Wertvolles und einander Bereicherndes in eine Beziehung einbringen. Doch wie können sie die wechselseitigen Herausforderungen meistern, damit eine dauerhafte Beziehung gelingt? Dr. Hans Jellouschek und Bettina Jellouschek-Otto diskutieren in diesem Vortrag, wie sich die Verschiedenheiten der Geschlechter als Chance nutzen lassen.

Was machen die meisten Paare falsch: Mein Partner ist und bleibt immer "ein anderer". Darum "passt" er nie hundertprozentig zu mir. Viele Paare erwarten eine zu hohe Harmonie zwischen Mann und Frau und wollen darum das Anders-Sein des anderen nicht akzeptieren. Wir müssen uns aufeinander einstellen, den anderen "als anderen" akzeptieren, zu Kompromissen und Entgegenkommen bereit sein.
Warum ist es so schwierig, das Richtige zu tun: Weil es häufig unserer Auffassung von Liebe als "totale Harmonie" widerspricht. Es gibt Geschlechtsunterschiede zwischen Mann und Frau, die beiden haben eine unterschiedliche Geschichte und unterschiedliche Gewohnheiten. In einer Dauerbeziehung kommen diese Verschiedenheiten zum Tragen. Das kalkulieren viele nicht ein, sind enttäuscht und fangen an zu kämpfen und sich zu wehren. Dann hängt der Haussegen schief.


Fr., 13.2.2015, 17.30 Uhr: Im Namen der Liebe – die gefährlichsten Lügen der Paare
Berit Brockhausen,
Psychologische Psychotherapeutin, spezialisiert auf Paar- und Sexualtherapie, Berlin
Wir alle wollen glücklich sein. Am liebsten mit einem Menschen an unserer Seite und bis ans Ende unserer Tage. Doch anders als im Märchen ist das im wirklichen Leben nicht so einfach. Um es uns etwas leichter zu machen, erfinden wir kleine und große Lügen, wie auch alle anderen Paare um uns herum. Manche sind zu Allgemeinplätzen geworden. Doch sie können zerstörerische Wirkung entfalten. Und sie verhindern, dass wir die glückliche Beziehung leben können, nach der wir uns sehnen. Berit Brockhausen wird einige dieser Sätze, mit denen sie in Paarberatungen immer wieder konfrontiert wird, genauer betrachten und das Publikum anregen, dies ebenfalls zu tun.


Was machen viele Paare falsch: Leider sind wir alle keine Engel. Deshalb treffen wir manchmal Entscheidungen, die für uns selbst gut sind, aber andere, z.B. den Partner verletzen. Weil es nicht leicht ist, sich das einzugestehen, behelfen wir uns mit Sätzen, die es uns leichter machen sollen. Doch häufig entfalten diese Lügen eine destruktive Wirkung, um die es in diesem Vortrag geht.
Warum ist es so schwierig, das Richtige zu tun: Es erfordert Mut, sich einer unerfreulichen Wahrheit zu stellen. Doch erst wenn wir es tun, können wir eine schwierige Situation so lösen, dass sie uns ermöglicht, unsere Liebesbeziehung so zu leben, wie wir es uns wünschen
Fr., 13.2.2015, 19.30 Uhr Eifersucht – der Umgang mit einem ungeliebten Gefühl Dr. Wolfgang Krüger, Psychotherapeut, Tiefenpsychologe, Autor, Berlin Fast jeder ist irgendwann einmal eifersüchtig, es ist ein Warnsignal der Liebe. Doch es gibt auch Menschen, die sehr schnell eifersüchtig sind. Wie können sie lernen, weniger eifersüchtig zu sein? Und wie wichtig ist die Treue in einer Beziehung? Dr. Wolfgang Krüger wird im Vortrag die vielfältigen Facetten der Eifersucht darstellen und aufzeigen, wie man lernen kann, selbstbewusster zu lieben.

Was machen viele Menschen falsch: Sie sind unsicher, haben zu wenig Selbstbewusstsein und sind zu abhängig vom Partner. Zugleich können sie nicht genügend um den Partner werben, es entstehen zu wenige Momente intensiver Nähe. Die Defizite an Nähe und das geringe Selbstbewusstsein führen zu einer dauerhaften Angst, der Partner könnte sich für eine(n) andere(n) entscheiden


Warum ist es so schwer, das Richtige zu tun: Wir müssen lernen, unser eigenes Leben zu führen und selbstbewusst zu werden und gleichzeitig so um den Partner werben, das immer wieder eine große Innigkeit entsteht. Und wir müssen uns so entwickeln, dass wir spüren: wir sind interessant und unser Partner wird niemanden finden, der besser zu ihm passt als wir. Doch dies setzt voraus, dass wir uns lebenslang entwickeln.

Sa., 14.2.2015, 17.30 Uhr: Vom Jein zum Ja! Bindungsangst verstehen und lösen Stefanie Stahl, Psychotherapeutin, Gerichtssachverständige, Autorin, Trier

Viele Menschen haben das Gefühl, immer an den falschen Partner zu geraten. Sie sind unfähig, wirkliche Nähe in einer Beziehung aufzubauen oder führen eine Beziehung, die sie unglücklich macht, weil sich der Partner/ die Partnerin immer wieder zurückzieht. Haben sie einfach die oder den "Richtige/n" noch nicht gefunden? Häufig sind unglückliche Beziehungen dieser Art auf Bindungsängste zurückzuführen, doch Bindungsangst ist heilbar! Stefanie Stahl hat hunderte Menschen zu diesem Thema beraten und weiß, wie man Schritt für Schritt lernen kann, sich von seinen Beziehungsängsten zu befreien.

Was machen viele Paare falsch: Die meisten Liebesbeziehungen fangen mit einem Gefühl der Verliebtheit an. Dieses Gefühl leitet uns jedoch oft fehl. So verklären wir unser Zielobjekt und zudem erkennen wir nicht, welche eigenen "Defekte" uns dazu bringen, uns speziell in diese Person zu verlieben. Erwiesenermaßen finden sich ja oft Menschen zusammen, die sich wie "Schlüssel und Schloss" mit ihren psychischen Problemen ergänzen.


Warum ist es so schwer, das Richtige zu tun: Wenn ich zu den Menschen gehöre, die sich immer in die oder den Falschen verlieben, dann benötige ich eine tiefere Selbsterkenntnis, welches persönliche Muster mich immer wieder in die Sackgasse führt. Ansonsten mache ich immer wieder dieselben Fehler. Sich selbst richtig zu analysieren ist jedoch nicht einfach und verlangt häufig ein kompetentes Gegenüber und/oder die Auseinandersetzung mit Ratgeberliteratur.


Sa., 14.2.2015, 19.30 Uhr: Make (More) Love - Liebe machen kann man lernen Ann-Marlene Henning, Psychologin, Sexual- und Paarberaterin, Moderatorin der Doku-Serie „Make Love“, Autorin, Hamburg; Anika von Keiser, Texterin, Co-Autorin, Assistentin von Ann-Marlene Henning,

Hamburg In unserer vermeintlich aufgeklärten Gesellschaft, in der Sex im öffentlichen Raum allgegenwärtig ist, sind die wahren Tabus das Schweigen, die Unsicherheiten und die Wissenslücken in den privaten Beziehungen. Oftmals herrschen absurde Vorstellungen darüber, was sexuell gekonnt oder geleistet werden müsse. Ann-Marlene Henning weiß, wie die Lebensrealität heutiger Paare zwischen 20 und 100 aussieht. Mit Fachkompetenz, Fingerspitzengefühl und ihrer erfrischenden Natürlichkeit rollt die Sexologin das Thema "Aufklärung" neu auf. Erfüllende Sexualität ist in jedem Alter lernbar. Sie ist eine Frage der Kommunikation, der Übung, des Wissens und der Intimität. Die Referentinnen geben in ihrem interaktiven Vortrag Antworten und Anregungen - für junge und ältere Erwachsene, die noch lange Sex haben wollen.


Was machen viele Paare falsch: Es ist erschreckend, wie wenig wir über Sexualität wissen. Wir brauchen sexuelle Aufklärung Trotz des ganzen Sex-Geredes fehlen kompetente Antworten auf diese Fragen.


Warum ist es so schwer, das Richtige zu tun: Guter Sex fällt nicht vom Himmel. Er ist eine Frage der Kommunikation, der Übung, des Wissens und der Intimität. Guten Sex kann man lernen.


Workshop sowie Bild des Monats: Zur Valentinswoche wird das Bild „Somnia 2“ der Berliner Künstlerin Bärbel Rothhaar in der Cafeteria ausgestellt: Ein Liebespaar im Schlaf, in einem abstrakt gestalteten Raum, der die innere Welt der beiden – vereint und zugleich im Schlaf voneinander getrennt – anklingen lässt. Am 14./15.02. bietet Bärbel Rothhaar in der Urania einen Workshop „Aktzeichnen und Aktmalen“ an. Zuständig für die Pressearbeit Frau Wüllner Tel.: 030 – 218 90 91, nwuellner@urania-berlin.de Infos bei fachlichen Fragen: Dr. Wolfgang Krüger 01522 864 38 67