Eine ganz normale Kindheit

Film
Mittwoch, 20. September 2017 um 17:30 Uhr
Peter Bringmann-Henselder
Eine ganz normale Kindheit

Filmspecial anlässlich der bundeszentralen Hauptveranstaltung zum Weltkindertag

Heimkindern wurde oft großes und vielfaches Leid und Unrecht zugefügt, egal ob in der BRD oder der ehemaligen DDR, und das Gespräch darüber ist weitgehend immer noch ein Tabu. Ein Leid, das für Außenstehende kaum ermesslich ist, das auch nicht rückgängig oder ungeschehen gemacht werden kann. Man erinnert sich daran, dass es Heime gab, die wie Festungen mit Gittern, mit hohen Mauern oder Stacheldraht aussahen. In allen Einrichtungen gab es Pförtner, die ohne Nachweis keinen rein oder raus ließen. In Manchen waren die Kinder in Baracken untergebracht. Unzumutbarer noch waren die riesigen Kinderheime, in denen mehr als 400 Kinder und Säuglinge leben mussten. Es gab kaum Wohneinheiten. Der Film „Eine ganz normale Kindheit“ behandelt die Zustände in dem städtischen Waisen-/Kinderheim Köln Sülz. Es werden die dort herrschenden Strukturen sichtbar gemacht und mit den Heimen aus Westberlin und Ostberlin verglichen. Politiker, Wissenschaftler und betroffene Heimkinder kommen zu Wort, die über die damaligen Erlebnisse, ihre Traumata und denUmgang damit berichten.

Im Anschluss Filmgespräch mit Regisseur Peter Bringmann-Henselder und Prof. Dr. Manfred Kappeler, Moderation: Dr. Ingolf Ebel, Urania Berlin


Urania
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10787
germany

Kalendereintrag:

Mittwoch, 20. September 2017 - 17:30