Cassinis lange Reise in den eisigen Welten des Saturn

Vortrag
Naturwissenschaft / Technik
Donnerstag, 7. September 2017 um 17:30 Uhr
Prof. Dr. Ralf Jaumann
Cassinis lange Reise in den eisigen Welten des Saturn

Letzte Runden einer der erfolgreichsten Missionen der Raumfahrt

Zwanzig Jahre nach ihrem Start wird die Raumsonde Cassini am 15. September zum letzten Mal durch die Ebene der Ringe des Saturn fliegen. Wenig später wird der sechs Tonnen schwere Orbiter gezielt in die Wolkenhülle des zweitgrößten Planeten des Sonnensystems gesteuert und dort verglühen. Über 13 Jahre umkreiste das amerikanische Raumschiff den Planeten mit seinen markanten Ringen und erforschte zahlreiche der 62 Eismonde aus nächster Nähe. Im Januar 2005 landete die europäische Sonde Huygens auf Titan, dem größten Mond des Saturn. Die Wissenschaftler entdeckten dort minus 170 Grad kalte Seen aus flüssigem Methan. Der kleinen Mond Enceladus sprüht Wasser und organische Moleküle aus gewaltigen Rissen in seiner Eiskruste ins All. Die filigrane Struktur der Ringe gibt Einblick in das komplexe Spiel auch der kleinsten den Saturn umkreisenden Staub- und Eisteilchen. Cassini-Huygens war eine der ergiebigsten Forschungsreisen in der Geschichte der Raumfahrt. Professor Jaumann ist seit Anfang der 1990er-Jahre in die NASA-Mission Cassini eingebunden und Mitglied des Wissenschaftsteams, das mit dem Spektrometer-Experiment VIMS die chemische und mineralogische Zusammensetzung der Eismonde untersucht. Das DLR war auch für die Erstellung der Atlanten von sechs der sieben großen Eismonde zuständig.

Prof. Dr. Ralf Jaumann, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), Berlin-Adlershof

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Donnerstag, 7. September 2017 - 17:30